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Promotionskolleg Health Equity

Logo Promotionskolleg Versorgungsforschung Kooperatives Promotionskolleg „Versorgungsforschung: Health Equity“

Das Kooperative Promotionskolleg "Versorgungsforschung: Health Equity" ist an der Katholischen Hochschule Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Pädagogischen Hochschule Freiburg sowie der Evangelischen Hochschule Freiburg angesiedelt. Es wird (vorbehaltlich der finalen Mittelzusage) vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. Im Rahmen des Kollegs sind zum 01.06.2023 zwölf Stipendien nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz zu vergeben.

 

1. Beteiligte Institutionen

Am Kooperativen Promotionskolleg "Versorgungsforschung: Health Equity" sind folgende Institutionen beteiligt:

Katholische Hochschule Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Pädagogische Hochschule Freiburg

Evangelische Hochschule Freiburg

 

2. Thema des Kollegs

Trotz steigender Lebenserwartung nehmen bestehende soziale und gesundheitliche Ungleichheiten national und international zu und sind auch in Deutschland, trotz vergleichsweise ausgeprägter sozialer Sicherungssysteme, stabil nachweisbar. Forschungsfragen zur gesundheitsbezogenen Chancengerechtigkeit (Health Equity) betreffen z.B. die Beschreibung und Quantifizierung sozialer Ungleichheit in der Inanspruchnahme, Prozess- und Ergebnisqualität gesundheitlicher Versorgung, aber auch die Entwicklung und empirische Prüfung theoretischer Erklärungsansätze. Wichtig ist zudem die Entwicklung und Evaluation von Konzepten zur Schaffung von mehr Chancengerechtigkeit im Gesundheitssystem. Neben diesen Aspekten ist auch die Perspektive des Lebensverlaufs relevant, da soziale Ungleichheit von Gesundheit und Krankheit bereits in der Kindheit auftreten und sich im Lebensverlauf chronifizieren kann.

Die wissenschaftlich fundierte Beschreibung, Erklärung und Verminderung existierender Ungleichheiten im Versorgungssystem profitiert von einer interdisziplinären Zusammenarbeit und der Verknüpfung der verschiedenen Perspektiven und Erkenntnisse, wie sie die vier beteiligten Hochschulen in hohem Maße repräsentieren.

 

3. Zielsetzung

Das Kooperative Promotionskolleg "Versorgungsforschung: Health Equity" zeichnet sich durch folgende Zielsetzungen aus:

  • Vernetzung von Hochschularten und -profilen: Erweiterung des Erkenntnisgewinns durch die Verknüpfung von grundlagenorientierter und angewandter Forschung
  • Schaffung von hochschul- und fakultätsübergreifenden Ausbildungs- und Forschungsstrukturen: Kennenlernen anderer Studiengänge und anderer Disziplinen, konstruktive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Perspektiven
  • Bündelung von psychologischen, medizinischen, gesundheitspädagogischen, sozialarbeiterischen, erziehungswissenschaftlichen, sprachwissenschaftlichen, ethischen, soziologischen und (sozial)gerontologischen Kompetenzen mit Blick auf die Lebenslaufperspektive

 

 

 4. Bewerbungsverfahren

Wir bitten die Bewerber*innen, folgende Unterlagen einzureichen:

  • Beschreibung des Promotionsvorhabens in Form eines Kurz-Exposés: Die Beschreibung umfasst max. sechs Seiten (incl. der bisherigen wissenschaftlichen Leistungen, der Vorarbeiten für das Vorhaben sowie eines Arbeits- und Zeitplans). Im Rahmen des Themengebiets Versorgungsforschung und Health Equity können Sie Ihr Promotionsvorhaben frei ausgestalten. Einen Überblick über spezifische mögliche Themen finden Sie unter Punkt 12 der Ausschreibung.
  • Motivationsschreiben (eine Seite)
  • Auswahl der beiden Betreuer*innen: Die Betreuer*innen sind an der Universität Freiburg bzw. der Pädagogischen Hochschule Freiburg angesiedelt. Diese bilden ein Betreuungstandem zusammen mit einer Professor*in der Katholischen bzw. Evangelischen Hochschule. Die Professor*innen der Katholischen bzw. Evangelischen Hochschule werden teilweise an der Universität Freiburg assoziiert bzw. an der Pädagogischen Hochschule kooptiert und können dadurch eine Erstbetreuung übernehmen. Einen Überblick über eine Auswahl an Betreuer*innen finden Sie unter Punkt 11 der Ausschreibung, weitere Betreuer*innen können zusätzlich von den beteiligten Hochschulen benannt werden. Um Ihnen die Ansprache geeigneter Betreuer*innen zu erleichtern, bieten wir die Möglichkeit, einige der Betreuer*innen und ihre Forschungsbereiche am 18.01.2023 von 14:30-15:30 Uhr via Zoom (Meeting-ID: 688 4196 8245, Kenncode: sTN4qMm6f, Schnelleinwahl mobil +496971049922,,68841968245#,,,,*072754936# Deutschland, +496950502596,,68841968245#,,,,*072754936# Deutschland) näher kennen zu lernen.
  • Tabellarischer Lebenslauf incl. folgender Zeugnisse:
    • Kopie des Hochschulabschlusszeugnisses
    • Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (Abiturzeugnis)
    • Empfehlungsschreiben einer Hochschullehrer*in, Arbeitszeugnisse
    • Falls schon als promovierende Person in Freiburg angenommen: Nennung der Betreuer*in
    • Falls vorhanden: Publikationsliste

 

Für die Erstellung des Exposés können Sie die Anregungen des Merkblatts nutzen.

 

Die Frist für die Einreichung der Unterlagen endet am 28.02.2023.

 

Bitte senden Sie die genannten Unterlagen postalisch und als PDF an susanne.schlett@uniklinik-freiburg.de:

Susanne Schlett, M.A.

Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung am Universitätsklinikum Freiburg

Hugstetterstr. 49 

79106 Freiburg

 

5. Qualifizierungsprogramm

Die Promovend*innen unseres Kollegs erhalten ein umfassendes Qualifizierungsprogramm, das aus kollegsinternen Tagungen und Fortbildungen sowie Lehrveranstaltungen der Hochschulen und überfachlichen Fortbildungsangeboten besteht.

Die kollegsinternen Tagungen finden halbjährlich statt. Fester Bestandteil der Tagungen sind Vorträge der Promovend*innen zum Stand der Promotion, zu aufgetretenen Problemen, zur Umsetzung von Lösungen und der Austausch mit den übrigen Promovend*innen zur Diskussion der weiteren fachlichen Vorgehensweise.

Es gibt bei jeder Tagung Fortbildungen der beteiligten Wissenschaftler*innen zu wechselnden Themen wie z.B. zu Health Equity, Forschungsschwerpunkten der Hochschulen, Trends in der Versorgungsforschung oder aber auch zu Themen, die von den Promovend*innen als besonders relevant erachtet werden. Weiteres Wissen wird bei einer Summerschool vermittelt, hierzu werden auch externe Wissenschaftler*innen als Referent*innen eingeladen, was zur Vernetzung in der Scientific Community beiträgt.

Die Lehrveranstaltungen der Hochschulen umfassen v.a. die Vermittlung von Kenntnissen der qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden in der Versorgungsforschung.

Die überfachlichen Fortbildungsangebote wiederum werden von der Bildungswissenschaftlichen Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg durchgeführt und vermitteln z.B. Kompetenzen im Bereich des Zeitmanagements, der Textproduktion und des Abschlusses der Promotion.

 

6. Betreuungskonzept und Qualitätssicherung

Die Promovend*innen schließen zusammen mit ihren Betreuer*innen eine Promotionsvereinbarung ab. Diese umfasst folgende Aspekte: Beschreibung des Promotionsvorhabens, Dauer der Promotion, Arbeits- und Zeitplan, individuelles Stipendienprogramm, Integration in das kooperative Kolleg, gute wissenschaftliche Praxis, der Umgang mit Konflikten sowie die Begutachtungszeiten.

 

7. Beginn

Das Kolleg startet am 01.06.2023.

 

8. Dauer

Die Förderdauer beläuft sich insgesamt auf drei Jahre. Bei Erziehung eines Kindes unter 14 Jahre kann ein viertes Förderjahr beantragt werden.

 

9. Förderumfang

Der Förderumfang beträgt ca. 1.300 € monatlich incl. Sach- und Reisekostenpauschale (vorbehaltlich der Mittelzusage).

Die Promovend*in erhält zusätzlich zum Stipendium ggf. einen Kinderzuschlag, wenn er oder sie ein Kind unter 18 Jahren zu unterhalten hat.

Die Regelungen zur Sozialversicherung befinden sich hier.

Einen Einblick in die Regelungen bezüglich einer Erwerbstätigkeit und anderer Tätigkeiten findet man im Landesgraduiertenförderungsgesetz § 5 sowie  in der Satzung §§ 4 und 5 der Universität Freiburg sowie in der Satzung §§ 5 und 6 der Pädagogischen Hochschule Freiburg

 

10. Gremium

Das Gremium des Kollegs besteht aus zwei Vertreter*innen der beteiligten Hochschulen:

 

 

11. Betreuer*innen

Einen Überblick über die Auswahl an Betreuer*innen finden Sie hier:

Weitere Betreuer*innen werden nach Bedarf von den beteiligten Hochschulen benannt. Es ist auch möglich, dass Bewerber*innen selber eine*n in Freiburg promotionsberechtigte*n  Betreuer*in ansprechen und diese*r sich dem Promotionskolleg anschließt.  

 

12. Themenvorschläge für Promotionsvorhaben

  • Seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter: Intervention und Prävention im Setting-Ansatz unter der Berücksichtigung von Sozialer Ungleichheit
  • Aufwachsen in Armut und Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe: Analyse von Versorgungsnetzwerken und -lücken von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen
  • Schule als Versorgungssetting? Der Wandel der Bildungsinstitution Schule unter Bedingungen von Inklusion
  • Gesundheit, Inklusion und Health Equity im Kindes- und Jugendalter
  • Psychische Erkrankungen und seelische Gesundheit von Studierenden: Prävention und Gesundheitsförderung im Kontext von Hochschule
  • Soziodemographische Einflussfaktoren des Gesundheitsstatus von Personen mit Post-COVID-Syndrom
  • Der sozioökonomische Status und die Nutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen
  • Psychische Belastung und Inanspruchnahme von psychosozialen Angeboten beim Krankenhauspersonal während der SARS-CoV-2 Pandemie
  • Soziale Unterschiede bei den Long COVID Patienten und deren Behandlungsverläufen
  • Intersektionale Aspekte häuslicher Pflegearrangements (insbesondere unter Milieu-, Gender- und Migrationsperspektive)
  • Ambulante psychosoziale Krisenintervention in der Gemeindepsychiatrie: Bedarfslagen, Interventionsmerkmale und Beziehungsgestaltung
  • Vermeidung von Exklusionsbiotopen: gemeindepsychiatrische Beiträge zur Formierung inklusiver Gemeinwesen
  • Soziale Netzwerke und Gesundheit: Öffnung und Schließung gesundheitlicher Ressourcen durch strukturelle Einbettung
  • Digitale Gesundheitskompetenz familial pflegender Angehöriger alter Menschen und die Nutzung von Unterstützungsangeboten
  • Pflege und Versorgung durch digitale Nachbarschaften
  • Gesundheitserleben und -handeln alleinlebender alter Menschen in der Nachbarschaft während der SARS-CoV-2 Pandemie
  • Digitale Bildungsangebote zur Förderung digitaler Gesundheitskompetenzen im Alter
  • Kommunale Förderung digitaler Gesundheitskompetenz älterer Menschen
  • Gesundheitsbezogene Entscheidungen in vulnerablen Gruppen unter Unsicherheit (z.B. zur Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen in der Pandemie)
  • Ansätze zur Erhöhung organisationaler Gesundheitskompetenz in deutschen Versorgungseinrichtungen
  • Sprachlich-kommunikative Erfahrungen von Geflüchteten auf ihrem Weg im deutschen Gesundheitssystem: eine ethnografische Fallstudie
  • Gesundheitsberatung für Migrant*innen: zur Nutzung mehrsprachiger Ressourcen und verstehensbezogener Praktiken durch Beratende

Diese Liste ist nicht abschließend, es sind natürlich auch Promotionsvorhaben zu weiteren Themen im Bereich Health Equity möglich.

Die Inhalte der Ausschreibung stellen wir Ihnen auch gerne als PDF bereit zum Download.